Kalte Waffe. Saif

Im Allgemeinen bedeutete das Wort "Saif" (oder "Seif") "Schwert" oder "Klinge" im weitesten Sinne des Wortes, ohne an eine bestimmte Form gebunden zu sein. Es gibt Versionen, dass das Wort auf den griechischen Namen eines anderen Schwertes zurückgeht - Xyphos, dessen Klinge gerade war. Daher glauben manche, dass der Begriff Saif nicht immer und nicht notwendigerweise eine gebogene Klinge eines Säbeltyps impliziert. Es hätte durchaus ein breites gerades Schwert sein können, aber in der Regel mit einem Griff, der für Waffen mit östlichen Klingen typisch ist.

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Saif mit gerader Klinge (Osman Sword I)

Im Osmanischen Reich leitete der Ritus "Gürtelschwert"

Auf jeden Fall wird angenommen, dass die Beliebtheit des Saif im Osten sehr hoch war. So wurde der Ritus im Osmanischen Reich im Mittelalter in einem Ritual geführt, das in Feierlichkeit und Bedeutung der europäischen Krönung vergleichbar war. Es wurde "taklidi saif (seif)" genannt, das heißt "Schwertgurt" und ungewöhnlich und gehörte zum Gründer des Reiches, Osman I (Ende XIII - Anfang des XIV Jahrhunderts). Seine gesamte Waffe sieht nicht wie ein typischer Ostkörper aus: Die Klinge ist breit und gerade. Die Ausnahme ist der Griff, der nach oben in Richtung der Klinge gebogen ist, um eine kleine Unterstützung für die Bürste zu schaffen, was beim Hacken praktisch ist. Der arabische Saif unterschied sich jedoch wirklich von seinen östlichen Gegenstücken wie dem türkischen Kilich oder dem persischen Shamshir mit einer breiteren und schwereren Klinge.


Saif mit Scheide

Bis die Rüstung verbessert wurde, ermöglichte eine solche Klinge dem Fahrer, starke Schläge abzugeben. Die Saif-Klinge unterscheidet sich grundsätzlich durch halbscharfes Schärfen, was sowohl für das Durchstechen als auch für das Schneiden von Stanzen geeignet ist. Im Durchschnitt variiert die Länge zwischen 70 und 100 cm. Für die Herstellung wurde Stahl aus Persien und aus Indien gebracht. Meistens östliche Säbel, wie in der Typologie europäischer Schwerter, bei denen Unterschiede in Art und Zeitpunkt der Erschaffung durch Kreuz und Spitze bestimmt wurden, können nach ähnlichen Parametern klassifiziert werden. Wie andere orientalische Waffen besitzt Saif einen offenen Griff.


Saif Griff

Saifköpfe werden oft in Form eines Löwenkopfes hergestellt.

Der Griff ist jedoch massiv mit einer großen Vorspannung in Richtung der Klinge. Darüber hinaus wird der Knauf oft in Form eines Löwenkopfes oder sogar in einer späteren Version des "Pistolengriffs" ausgeführt. Gleichzeitig ist das Fadenkreuz ziemlich typisch: Es wurde mit einer Ätzung verziert, und seine unteren Enden wurden speziell so hergestellt, dass sie in die Aussparung in der Hülle eindrangen. Ein charakteristisches Merkmal des Saif war gleichzeitig eine Kette, die die Oberseiten und das Fadenkreuz miteinander verband und eine Art Bogen bildete, der die Bürste schützte.


Porträt des marokkanischen Botschafters am Gericht von Elizabeth I. Abdul-Jared Bin Messaoud Bin Mohammed Anun mit Saif


Marokkanischer Nimcha

Marokkanischer Saif heißt "Nemcha"

Wenn man von dieser Art von Griff spricht, weisen Büchsenmacher auf eine andere in Marokko übliche Klinge hin, "Nemcha". Nemcha hat auch einen Bogen, der den Knauf und das Fadenkreuz verbindet, allerdings nicht als Kette, sondern als Metallplatte. Laut Büchsenmachern kann Nimcha als eine Art klassischer Saif eingestuft werden. Sein Griff ist also auch mit einem großen Oberteil gekrönt, hat jedoch eine geringere Neigung. Gleichzeitig ist der Schutz rechteckig und unterhalb des Fadenkreuzes befinden sich häufig Schutzbögen, die den europäischen entsprechen.

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